Audioeinführung "Clockwork Orange"

Shownotes

Da läuft eine Horde Jugendlicher randalierend durch die Stadt, redet in unverständlichem Kauderwelsch, verprügelt Wildfremde, trinkt und dröhnt sich zu, überfällt die verdienten Bürger*innen der Gesellschaft, vergewaltigt die Frauen, bedroht die Männer. Ihr berüchtigter Anführer: der 15-jährige Alex, ein charismatischer Sadist von unbestechlicher Intelligenz, der Beethoven liebt und keine Gelegenheit auslässt, der Welt ins Gesicht zu schlagen. Gut, dass es einen funktionierenden Staat gibt, der durchgreift. Als es zu einem Todesfall kommt, wird Alex dingfest gemacht und hinter Gitter gesteckt: 14 Jahre Haft. Endlich Ruhe.

Doch Alex greift nach einem Strohhalm, der ihn schneller aus dem Gefängnis bringt und für immer heilen könnte von all dem gewaltsamen Sehnen und Tun: die sich im Teststadium befindende Ludovico-Methode, die zu vollständiger Aversion gegen Gewalt führen soll. Man bekommt Medikamente, verbunden mit einem visuellen Overkill von Mord und Totschlag, bis den Probanden beim Anblick, ja beim bloßen Gedanken an jegliche Gewalt unfassbare Übelkeit überkommt. Als Alex nach der Behandlung aus der Haft entlassen wird, könnte alles in bester Ordnung sein. Dieser Junge wird niemandem mehr etwas antun. Doch wie überlebt man, bar jeglicher Fähigkeit, Böses zu ertragen, in einer Welt wie der unseren?

Wurde Anthony Burgess nach Erscheinen seines dystopischen Romans 1962 noch Gewaltverherrlichung vorgeworfen, gilt Clockwork Orange seit Stanley Kubricks ikonischer Verfilmung als Kult. Schmerz und Schönheit, Blut und Beethoven – eine todsichere Bank? Dabei liegt in der Verwechslung von Freiheit mit Gewalt, die an Alex und seiner Bande infernale zu beobachten ist, etwas Erschreckendes: Was, wenn diese Jugend mehr mit ihren Eltern zu tun hat, als uns lieb ist? Ein Höllenritt mit den new kids on the block quer durch unsere schöne alte Welt.

Clockwork Orange / nach Anthony Burgess / übersetzt von Ulrich Blumenbach / Regie: Claudia Bossard / Mit: Puk Brouwers, Danai Chatzipetrou, Stacyian Jackson, Risto Kübar, Nina Steils, Mona Vojacek Koper, Alexander Wertmann, Jing Xiang / Ort: Schauspielhaus / Dauer: ca. 2:15, keine Pause / Premiere: 02.10.2026

Transkript anzeigen

00:00:19: das Publikum.

00:00:20: Herzlich willkommen zur Audio-Einführung zu Clockwork Orange, einer Inszenierung in der Regie von Claudia Bosshardt am Schauspieler's Bochum mit der wir am zweiten Oktober, zwei tausend sechsundzwanzig die neue Spielzeit eröffnen!

00:00:34: Mein Name ist Moritz Hannemann und ich sitze hier gemeinsam mit der Regisseurin, Claudia Bossard.

00:00:39: Hallo, Claudia!

00:00:42: Und wir reden über Clockwork Claudia, Clockwork Orange.

00:00:55: Die Inszenierung basiert auf einem Roman von Anthony Burgess, der hier veröffentlicht wurde.

00:01:06: Wie kommt es zu dieser Stoffwahl?

00:01:09: Der Roman wurde mir vorgeschlagen vom Schauspielhaus Bochum von Angela Obst und mich hat das sofort ... Wahnsinnig fasziniert mich diesem Stoff anzunähern.

00:01:25: Ich kannte den Roman nicht, ich kannte natürlich den Film von Stanley Kubrick der ja auch den Roman ein bisschen in den Schatten stellt so weil viele also die meisten Leute kennen den film aber gar nicht den roman und war dann nach der lektüre sehr begeistert von muss wirklich sagen dieser auch literarisch philosophischen Kompositionen, die wahnsinnig genau ist.

00:02:00: Jetzt hast du schon angesprochen es gibt eigentlich beinahe so etwas wie eine doppelte Autorschaft mit der wir es zu tun haben.

00:02:06: Es gibt den Roman von Burgess und die Verfilmung von Stanley Kubrick, die ganz ikronische Bilder produziert hat Zehn Jahre später entstanden, wurde in nineteenhundert-einen-sebzig veröffentlicht.

00:02:21: Worum geht es in diesem Stoff?

00:02:22: Was ist das Thema?

00:02:23: Womit bekommen wir's zu tun an diesem Abend?

00:02:26: Na ja, also theoretisch wagt der Autor ein umgekehrtes Gedankenexperiment indem er sich eigentlich die Kernfrage stellt ob der Mensch Mensch ist wenn er nicht mehr die Möglichkeit hat zu wählen, das Gute oder das Böse.

00:02:48: Also die Gewalt oder die Liebe wenn man es mit Zuschlagwörtern bezeichnen will und ersetzt eigentlich an mit einer hochgradig aggressiven Jugendgang Die aber eigentlich aus einem gewissen Nihilismus aus einem gibt nicht wirklich wahnsinnig viele Gründe warum die die Welt abreißen wollen.

00:03:11: also dass keine politisch ideologische Motivation dahinter, sondern da ist eigentlich die pure Lust und Freude an der Gewalt geführt von Alex.

00:03:24: Genau, er hat seine Drucks, so heißt die Gang durch einen Streifzug in dieser Stadt zieht, dann wird er festgenommen einer Konditionierungstechnik unterzogen, das heißt die Ludovico Methode wo ihm eigentlich die Impulse abtrainiert werden sollen böses zu wollen.

00:03:51: und da setzt dann die Frage ein so ist man überhaupt noch Mensch wenn man nicht mehr selber der Frage Mit der Frage konfrontiert wird, was wähle ich jetzt?

00:04:06: Das Gute oder das Böse.

00:04:09: Und Burgess zieht es eigentlich irgendwie noch größer indem er auch sagt oder sich fragt ja aber weiß sich dann überhaupt was gut ist wenn ich das böse nicht kenne?

00:04:28: und insofern fordert er da eigentlich Ja, auf fast schon schamlose Weise uns auch damit auseinanderzusetzen dass wir per se davon ausgehen sollten das der Mensch eben nicht gut ist sondern der Mensch ist eigentlich ja per se eher böse.

00:04:53: Du sprichst vom Bösen, vom Guten von Menschen.

00:04:57: es geht auch um Fragen der Freiheit um einen Bedürfnis nach Sicherheit und um das eingreifen des Staates.

00:05:07: Das sind alles philosophische Themen, aber natürlich auch politische.

00:05:13: Dieser Stoff wurde also Anfang der Sechziger Jahre entwickelt, also zu einer Zeit auch als es große gesellschaftliche Veränderungen gibt wo sich die Frage nach der Jugend oder auch ein Konflikt zwischen Generationen, zwischen Jung- und Alt vielleicht zuspitzt.

00:05:30: Nicht ganz zufällig, vielleicht auch einige Jahre vor ... ... und den dazugehörigen gesellschaftlichen Transformationen.

00:05:40: Inwiefern betrifft uns das heute?

00:05:43: Hat das eine Aktualität?

00:05:47: Bürst du der Gegenwart nach in Auseinandersetzung mit diesem Material?

00:05:52: Und wenn ja, welcher?

00:05:58: Naja ich glaube faszinierend ist dass ... Der Roman natürlich schon die Frage dann stellt und wo ist meine Haltung?

00:06:10: Und wie greif ich überhaupt zu der Haltung?

00:06:13: oder wie entwickle ich auch selber eine Empathie, eine Ethik oder auch moralische Komponenten wenn der Staat oder die Politik völlig desolat ist.

00:06:30: Ich denke was Aktuelleres kann man sich ja wenn man so runterbricht jetzt kaum vorstellen, weil der Begriff der Wahrheit kommt uns ja natürlich über die Medien und auch über die ganze globale Aufstellungrat der Weltpolitik.

00:06:49: Und auch KI und all diese neuen Methoden, die natürlich ich würde schon sagen terroristisches Potenzial in sich tragen wir das halt wie noch nicht wissen.

00:07:04: Also, dieser Roman fordert uns eigentlich insofern da hinaus irgendwie auch uns selber wieder zu fragen.

00:07:13: So hey und wie?

00:07:15: Wo beginnt meine Entscheidung, meine Haltung aber auch meine involvierte Täterschaft?

00:07:22: Und weil ich Mama es glaube einig beginnt ja auch schon im hingucken oder nicht hingucken Im reagieren oder nicht reagieren im Zuhören Raum geben oder nicht zuhören.

00:07:36: Und da ist ja das irgendwie auch dieses ganz simple Pay Up Forward, es beginnt im Kleinen und kann das ganz groß etagieren.

00:07:44: Da sind wir jetzt.

00:07:45: in der Zeit die ja schon sehr düster ist – man könnte auch sagen die Dystopie, die Burgesster, einundsechzig-zweiundsechszig gezeichnet hat, die ist ja jetzt mehr oder weniger auch eingetreten sind wir da eigentlich auch gefragt, Haltung zu beziehen.

00:08:09: Und irgendwie merke ich so mich fasziniert schon immer der Gedanke Mensch über Gemeinschaft auch zu denken weil ich mich selber frage wenn ihr allein auf dem Planeten wär dann wüsste ich ja gar nicht unbedingt dass ich Mensch bin.

00:08:25: also ich brauche einen gegenüber um zu wissen was die gute Tat ist und was die böse Tat ist.

00:08:33: Und da auch irgendwie zu einem gewissen Grad zu enttabuisieren, dass wir alle nur harmonie-und gut sind sondern das wir halt alle eine gewisse Lust an der Gewalt haben, eine gewiss Freude oder ja da auch mal gerne hingucken wenn jemand irgendwie zu laut schreit oder ausrastet oder die Container verlieren und so.

00:08:55: das sind ja alles menschliche voyeuristische Lustempfindungen, die irgendwie in uns liegen.

00:09:05: Das meinte ich davor mit diesem radikal rigorosen Gedankenexperiment des Autors weil er das eigentlich komplett umdreht.

00:09:14: Weil diese Gang, diese Drugs sind zwar radikal brutal aber trotzdem Gewinne denen was ab und faszinieren mich.

00:09:26: Die liegt natürlich auch daran, dass der Alex, die Hauptviele, so der Protagonist ja auch unglaublich klug ist.

00:09:36: also er kommt im Austeilen seiner Gewaltschakte irgendwie trotzdem dann wahnsinnig sympathisch daher.

00:09:44: und das führt natürlich zu einem Wahrnehmungswiderspruch dem ich selber triggered und das ist super interessant.

00:09:54: Es ist ein herausfordernder Stoff, mit dem wir es zu tun haben.

00:09:58: Das hat mit der exzessiven Gewalt zu tun, mit der wir konfrontiert werden.

00:10:04: In meiner Wahrnehmung auch einen Stoff auf den man sich schlecht bequem machen kann.

00:10:08: Denn es steht von Beginn an und bis zum Ende an außer Frage, dass die ganze Gewalt, die diese Drugs ausüben verwerflich ist und nicht legitimierbar ist.

00:10:27: Und zugleich beschreibst du eben auch, es ist schillernd und faszinierend.

00:10:32: man entwickelt ungewollt auch oder ob man will oder nicht doch eine Art Sympathie für die.

00:10:41: all das hängt auch damit zusammen wie dieser Roman eigentlich geschrieben ist.

00:10:46: wir haben es mit einer ganz speziellen Schreibweise zu tun.

00:10:48: diese Jugendgänge spricht Eine Kunstsprache, die Burgers konzipiert hat.

00:10:57: Das sogenannte Natsat.

00:10:59: Dazu gehört auch der Begriff Drucks, also der Bande oder der Freunde und das führt dazu dass wir es auf der Ebene der Sprache erst mal mit einem sehr fremden Material zu tun haben.

00:11:16: Ja, dieses Natsaat ist eine vom Autor erfundene ans Russisch, und ich glaube auch Hebräisch angelegte Kunstsprache die er entwickelt hat eigens dafür dass eben diese Gewalt oder diese Gewald fantasieren dieser Gang nicht bereits, so wie wenn es jetzt in einer Hochsprache wäre.

00:11:40: So in moralische Kategorien ein Ortbar wäre.

00:11:45: weil wenn ich das höre dann muss ich ja immer erst mal kurz übersetzen oder in den Flow dieses Rhythmus reinkommen.

00:11:56: Und das ist, insofern natürlich sehr gefährlich weil ich dadurch – also gefährlich im positiven Sinne – auch wieder überführt werde um vielleicht erstmal gar nicht so wahrnehmen was die eigentlich hier gerade an Gewalt fantasieren aussprechen weiß.

00:12:17: Aus der Hüfte rauskommt, kann man schon so sagen.

00:12:21: Und so entsteht viel Reibung und auch viel Widerstand, der eben in diesem Material steckt.

00:12:28: Du bearbeitest oder erarbeitest diese Inszenierung mit einem künstlerischen Team das in Bochum auch schon bekannt ist?

00:12:37: Du hast im Jahr hier eine Inszenierungen von Sturmhöhe nach dem Roman von Emily Brontë gemacht.

00:12:46: Damals hat auch Romy Springsgut die Bühne gestaltet, das tut sie auch diesmal und verantwortet darüber hinaus die Kostüme.

00:12:55: Und außerdem war auch Annalena fröhlich beteiligt für Musik- und Video.

00:13:02: Wie funktioniert eure Zusammenarbeit?

00:13:04: Was bringen die beiden ein?

00:13:06: was erwartet uns ästhetisch für den Abend?

00:13:10: Also ganz toll ist glaube ich in unserer Zusammenarbeit.

00:13:14: oder Ja, dafür lief irgendwie dieses Team auch so.

00:13:17: Weil wir schon sehr suchend, zweifelnd hinterfragen uns da in die Entstehung reinstürzen und theoretisch nehmen wir die Sprache mit ihren Bildern aber auch die Musik als Raum.

00:13:37: der Sound ist immer auch Raum es Zeit kann eine ganze Welt entwerfen sehr ernst und versuchen da vielleicht so kulturdiagnostisch irgendwie uns abzuarbeiten.

00:13:53: Also sprich jetzt nicht eine konkrete naturalistische Perseesetzung in einem Innenraum oder was auch immer, sondern immer der Versuch das über Spielgemeinschaft Individuum quasi Mit Räume entstehen, ja.

00:14:13: Das ist eine Setzung die wir da machen aber vielleicht so.

00:14:18: Und das entsteht gemeinsam mit acht Schauspielerinnen und Schauspielern aus dem Bochuma-Assemble.

00:14:25: Die Hauptrolle spielt Alexander Wertmann der auch bereits bei Sturmhöhe beteiligt war.

00:14:34: Es ist ein... Abend, der einen starken Protagonisten im Zentrum hat.

00:14:38: Aber irgendwie ist es auch ein Orsambelstück, das von dieser ganzen achtköpfigen Gruppe getragen wird.

00:14:49: Ja interessant ist dass das Individuum natürlich auch gegen die Gesellschaft gesetzt werden muss um so ein um sich so einem Experiment, weil es ist durchaus ein Experiment.

00:15:06: Also auch im Roman.

00:15:08: Der Roman ist ein Gedankenexperiment der Alex wird einer Konditionierungsexperimentier Methode widerfährt ihm und da war's uns wichtig dass wir quasi diese Gesellschaft oder die Society gibt durch mehrere schrittet durch, also erstens sag ich mal das Leben so und dann geht es ja in den Knast.

00:15:36: Dann kommt die Polizei der Staat und irgendwann kommt auch die Wissenschaft ins Spiel.

00:15:44: Die eigentlich versucht da im Hirn einen Schalter umzubauen, den Willenschalter umzulegen kann man sagen.

00:15:50: Und da war's natürlich wichtig oder ist natürlich hervorragend dass wir das mit einer zu großen Mannschaft machen können weil du kannst sie Individuen versus Gesellschaft, das macht natürlich Freude wenn es entourage auch ist.

00:16:04: Und wir haben die Positionen besetzt weil es gibt auch einen Pfarrer beispielsweise so und das sind alles wichtige sociologische gesellschaftliche positionen genau um diese sind vertreten.

00:16:19: ja

00:16:21: Wenn wir versuchen zu einem Ende zu kommen du sprichst von dem experiment dass wir gemeinsam unternehmen, das aber auch das Publikum erwartet und all das in gesellschaftlich herausfordernden Zeiten wo Gegensätze schroff aufeinanderprallen.

00:16:39: Wo nicht mehr nicht so klar ist welche Position wir überhaupt einnehmen können und wo wir darum ringen irgendwie eine Haltung zu haben.

00:16:51: was würdest du dem Publikums mit auf den Weg geben?

00:16:55: warum diesen Abend anschauen?

00:16:58: Also, ich denke so düster und dystopisch die Zeiten sind.

00:17:02: Und das jetzt alles auch klingt weil wir konsumieren ja per se den ganzen Tag schon viel zuviel Gewalt.

00:17:10: also über TikTok kann ich ja bereits bevor Ich bei einem ersten Kaffee getrunken habe mindestens acht Kriege oder Ja.

00:17:21: also ich kann den Ganzen Globus gleichzeitig Konsumieren.

00:17:25: dass führt ja auch zu einer gewissen Abstumpfung eben auch des Wachseins und möglicherweise eben auch der Empathie.

00:17:36: Das zeigen ja jetzt so erste Ergebnisse, dass das wirklich nicht ungefährlich ist diese permanente Scrolling-Situation.

00:17:46: also mal abgesehen von diesen düsteren Zeiten ist es natürlich das Schöne im Theater Irgendwie, es klingt jetzt wahnsinnig platt und wie eine Küchen weiß hat.

00:17:57: Aber man muss natürlich schon die Zuschauerinnen auch die Herzen so ein bisschen der Verstand oder so die Situation bla bla bla.

00:18:07: das muss man irgendwie öffnen über irgendwie eine gewisse ist ja gegen die gewisse Freundlichkeit oder auch einen gewissen Humor, eine gewisse Leichtigkeit.

00:18:17: Weil ich bin ja gar nicht bereit angesichts diesen düsteren Zeiten in der Freizeit im Theater dann noch so viel Gewalt zu konsumieren.

00:18:25: also das ist sowieso meine Einstellung oder wie und da einen Weg zu finden über ... Ich will es nicht sagen sparen, aber es ist natürlich wirklich ne ernste Angelegenheit Aber über eine gewisse Hoffnung, den Raum aufzubereiten und sich diesem Stoff zu nähern, das berührt mich dann auch.

00:18:51: Weil die Frage per se für mich ist, was fehlt dann?

00:18:58: Fehlt uns da vielleicht doch mal so ein bisschen Verbindung oder Utopie?

00:19:04: Ist das überhaupt noch möglich?

00:19:06: Und ich finde Utopia im Theater.

00:19:09: Fragen und Suchen, Fenster nach oben zu diesem nicht mehr existierenden Gott zu öffnen.

00:19:17: Das ist einfach wichtig und schön oder macht Freude.

00:19:24: Von dem her klingt alles wahnsinnig düster aber es kommt schon farbig bunt laut und poppig auch daher.

00:19:33: Und so bringt uns und den Publikum dieser Abend vielleicht Wirklich etwas, was wir brauchen.

00:19:42: Und von oder sucht etwas?

00:19:45: Ja und sei es halt irgendwie auch nur wirklich gute Unterhaltung.

00:19:51: Großen philosophische Willensfragen!

00:19:55: In diesem Sinne Claudia vielen herzlichen Dank für das Gespräch.

00:20:00: ich freue mich auf den Schlussspurt gemeinsam mit dir und euch und auf die morgige Premiere

00:20:08: am

00:20:08: zweiten Oktober.

00:20:09: Ja, merci.

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